Die Inhalte des Leistungskurses und der Grundkurse im Fachbereich Wirtschaft und Wirtschaft bilingual

Leistungskurs Wirtschaftlehre

Im Vordergrund des Unterrichts im Leistungskurs Wirtschaftslehre steht die Vermittlung kaufmännisch-wirtschaftlicher Zusammenhänge.

In der Jahrgangsstufe 11 (Einführungsphase) sollen Schülerinnen und Schüler Einsichten in wirtschaftliche Zusammenhänge und in die Gründe wirtschaftlicher Entscheidungen gewinnen. Im ersten Schulhalbjahr geht es u.a. um die Frage, warum es notwendig ist, wirtschaftlich zu handeln, um allgemeine gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge (Produktionsfaktoren, ökonomisches Prinzip, etc.) sowie um Grundkenntnisse im Vertragsrecht und Zahlungsverkehr. Im zweiten Halbjahr werden vor allem rechtliche Aspekte der Unternehmung thematisiert (Unternehmensformen und Unternehmenszusammenschlüsse) sowie grundlegende Aspekte der Unternehmensführung und –organisation.

In der Jahrgangsstufe 12 ( Qualifikationsphase, die dann zum Abitur führt) erhalten Sie im ersten Halbjahr (12.1) grundlegende Einblicke in produktionswirtschaftliche Zusammenhänge (betriebswirtschaftliche Fertigungsverfahren, Arbeitsplatz und Entlohnung, Planung von Fertigungsprozessen). In 12.2 werden grundlegende Sachverhalte der Finanzierung und Investition einer Unternehmung thematisiert.

Die Jahrgangsstufe 13 befasst sich mit eher volkswirtschaftlichen Inhalten. Unter dem Thema Einkommen, Beschäftigung und Konjunktur werden im 1. Halbjahr Kenntnisse über gesamtwirtschaftliche Wirkungsmechanismen erworben und aktuelle Fragen zu finanz- und geldpolitischen Entscheidungen diskutiert. 13.2. befasst sich mit dem Themenkomplex Marketing. Es geht dabei vor allem um die Einsicht, dass Marketing ein Konzept strategischer Entscheidungen ist und damit viel mehr als das „Verkaufen“ von Produkten.

Leistungskurs Wirtschaftslehre bilingual

Im Vordergrund des Unterrichts im Leistungskurs Wirtschaftslehre bilingual steht die Vermittlung volks- bzw. betriebswirtschaftlicher sowie kaufmännischer Fachinhalte und deren lebens- und arbeitsweltbezogenen Zusammenhänge.
Als Unterrichtssprache dient sowohl die deutsche als auch die englische Sprache, wobei die Unterrichtsinhalte weitestgehend in der englischen Sprache vermittelt und im Rahmen von Klausuren entsprechend überprüft werden, da das Landesabitur am Ende der Jahrgangsstufe 13 auf Englisch stattfindet. Die englische Sprache ist dabei als Hilfsmittel einzustufen, da das Hauptaugenmerk auf den wirtschaftlichen Fachinhalten liegt, die in der englischen wie deutschen Sprache transportiert werden. Dementsprechend werden im Leistungskurs Wirtschaftslehre bilingual nicht primär die Fähigkeiten und Fertigkeiten der englischen Sprache überprüft. Nichtsdestotrotz achten die unterrichtenden Lehrpersonen, die in der Regel gleichzeitig auch Sprachenlehrer sind, auf die Förderung wie auch Verbesserung der mündlichen und schriftlichen Ausdrucks- und Schreibweise der Schülerinnen und Schüler und tragen somit zu positiven Synergieeffekten zwischen der wirtschaftlichen Fachsprache und dem klassischen Englischunterricht bei.

Die Jahrgangsstufe 11 (Einführungsphase) dient dazu, die neuen Schülerinnen und Schüler, die mit unterschiedlicher Vorbildung an die Karl Kübel Schule kommen, auf eine gemeinsame fachliche Ausgangsposition zu bringen und dadurch für die Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 12 und 13) optimal vorzubereiten.
Im Rahmen des Themenkomplexes Business Studies and Economics sollen die Schülerinnen und Schüler grundlegende Einsichten in wirtschaftliche Zusammenhänge sowie in die damit verbundenen wirtschaftlichen Entscheidungen gewinnen.

Im ersten Schulhalbjahr (11.1) geht es unter anderem um die Frage, warum es notwendig ist, wirtschaftlich zu handeln (various unlimited needs versus scarce resources, spending power, various types of goods). Es werden allgemeine gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge, die originär mit den Produktionsfaktoren (factors of production) verbunden sind und von dem ökonomischen Prinzip (economic principle) abgeleitet werden, dargestellt sowie Grundkenntnisse im deutschen Vertragsrecht und deutschen wie internationalen Zahlungsverkehr (payment transactions, functions of money, the role of central banks) erworben.

Im zweiten Schulhalbjahr (11.2) werden vor allem rechtliche Aspekte der Unternehmung thematisiert und dabei die Unterschiede zwischen dem deutschen und englischsprachigen Rechtsraum kontrastiert (deutsche Unternehmensformen versus English and/or international types of business, Unternehmenszusammenschlüsse/national and international mergers or joint ventures). Darüber hinaus werden grundlegende Aspekte der Unternehmensführung und Unternehmensorganisation (managing, organising and controlling a company) behandelt.

In der Jahrgangsstufe 12 (Qualifikationsphase, die dann zum Abitur führt) erhalten die Schülerinnen und Schüler im ersten Schulhalbjahr (12.1) mit der Bezeichnung Production grundlegende Einblicke in produktionswirtschaftliche Zusammenhänge wie beispielsweise der Planung und Organisation des Produktionsprozesses (planning and organising the manufacturing process), die sich moderner Methoden (lean production, just-in-time production, supply chain management) bedienen. Im Rahmen dessen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler auch aktuelle Inhalte zum Thema Beschäftigung und Bezahlung von Mitarbeitern in Unternehmen (employment and payment). Des Weiteren beschäftigen sie sich mit der Thematik der Deckungsbeitragsrechnung (contribution) sowie der Kalkulation produktionsrelevanter Daten bei Vorliegen von Engpässen (calculating with bottlenecks).

Im zweiten Schulhalbjahr (12.2) werden elementare Sachverhalte der Finanzierung und Investition (Financing and Investment) einer Unternehmung thematisiert. Dazu gehören unter anderem die Aspekte der Finanzplanung (financial planning and financial equilibrium (liquidity and profitability)), verschiedene Formen der Innen- und Außenfinanzierung (internal and external financing) sowie auch die Investitionsplanung (investment planning) und Investitionsrechnung (investment appraisal), deren Grundlagenkenntnisse nicht nur für die berufliche Arbeitswelt, sondern auch für die private Lebenswelt von Bedeutung sind.

Die Jahrgangsstufe 13 befasst sich vordergründig mit volkswirtschaftlichen Inhalten. Unter dem Thema Income, Employment, Economy werden im ersten Schulhalbjahr (13.1) Kenntnisse über gesamtwirtschaftliche Wirkungsmechanismen erworben und aktuelle Fragen zu geld- und fiskalpolitischen Entscheidungen (monetary and fiscal policy) diskutiert (detailed consideration of the goals of economic policy and the corresponding indicators using the magical square/hexagon (magisches Vier-/Sechseck)). Im Zuge dessen befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Angebots- und Nachfragetheorie der Wirtschaftspolitik (contrasting the supply-side and demand-side oriented economic policy).
Erweitert wird dieser Themenkomplex durch den ergänzenden Grundkurs mit der Bezeichnung Money and Currency, der zum umfassenden Verständnis der volkswirtschaftlichen Materie beiträgt und weitere Aspekte wie das Wechselkurssystem (exchange rate system), das System der Europäischen Zentralbanken (the European System of Central Banks) sowie das Hinterfragen von inflationären Tendenzen (causes and consequences of inflation) beinhaltet.
Das zweite Schulhalbjahr (13.2) behandelt die Thematik Marketing. Es geht dabei vor allem um die Einsicht, dass Marketing ein Konzept strategischer Entscheidungen ist und damit viel mehr beinhaltet als nur das Verkaufen von Produkten (describing different marketing instruments within the marketing mix).

Worin liegt der Vorteil der Fachrichtung Wirtschaftslehre bilingual?
Der Leistungskurs Wirtschaftslehre bilingual bereitet die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Anforderungen der globalisierten Lebens- und Arbeitswelt vor. Einen positiven Beitrag dazu leisten auch die Grundkurse Politik und Wirtschaft sowie Datenverarbeitung, die zumindest in der Jahrgangsstufe 11 bilingual unterrichtet werden, und die auch in der Qualifikationsphase bilingual belegt werden können.
Mit erfolgreichem Ablegen der Abiturprüfung sind die Schülerinnen und Schüler bestens dafür geeignet, ein international orientiertes Studium wie beispielsweise International Management an Universitäten, Fachhochschulen oder Berufsakademien (Dualen Hochschulen) aufzunehmen, da sie die dafür notwendigen sprachlichen wie inhaltlichen Voraussetzungen in integrativem Maße mitbringen. Natürlich sind die zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten auch für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung in international agierenden Unternehmen aus den verschiedensten Branchen ideal vorbereitet und dementsprechend von Unternehmensseite her äußerst begehrt.

Grundkurs Rechnungswesen (auch bilingual)

Beispielhafte Unterrichtsinhalte Erläuterungen Was lernen die Schüler?
Begründung der Notwendigkeit der Inventur Mengen- und / oder wertmäßige Bestandsaufnahme zu einem bestimmten Stichtag, Inventur-vereinfachungsverfahren  
Zusammenhang zwischen Inventar und Bilanz Bilanz als Zusammenfassung des Inventars darstellen, Gliederung und Struktur der Bilanz, Bilanzgleichung (Vermögen = Kapital) Die Schüler lernen, wie man ein Inventar erstellt und aus diesem eine Bilanz fertigt
Buchung von Geschäftsfällen und Führen der Be-standskonten anhand von Grund- und Hauptbuch Aufstellung einer (eines) Eröffnungsbilanz (Kontos), Buchung der Anfangsbestände, Buchung der Geschäftsfälle aufgrund von Belegen im Grundbuch (Buchungssätze) und im Hauptbuch (Buchung auf Konten), Abschluss der Bestandskonten, Aufstellung eines Schlussbilanzkontos Die Schüler lernen das Buchen von Geschäftsvorfällen
Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Darstellung der Bestandsmehrung als Ertrag und der Bestandsminderung als Aufwand, Buchen der Bestandsveränderungen  
Bewertung des Anlagevermögens Anschaffungskosten (AK) einschließlich der Anschaffungspreisnebenkosten und der -minderungen), Herstellungskosten (HK) Abschreibung der Sachanlagen: planmäßig, außerplanmäßig, Wechsel der Abschreibungsmethoden (degressiv zu linear), leis-tungsabhängige Abschreibung, geringwertige Wirtschaftsgüter, fortgeführte AK / HK Bewertungsprinzipien: Vorsichts-(Imparitäts-) prinzip, gemildertes und strenges Niederstwertprinzip Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz (z.B. Wertaufholungsgebot) Die Schüler lernen, wie man Anlagevermögen bewertet, d.h. mit welchen Werten man das Anlagevermögen in der Bilanz ansetzen kann bzw. muss
Bewertung des Umlaufvermögens Anschaffungs- /Herstellungskosten, strenges Niederstwertprinzip  
Bewertung der Vorräte Einfache und permanente Durchschnittsbewertung, Verbrauchsfolgeverfahren: steuer- und handelsrechtliche Behandlung von Lifo und Fifo Die Schüler lernen, nach welchen Prinzipien das Umlaufvermögen in der Bilanz angesetzt wird.
Bewertung der Forderungen Einteilung der Forderungen in einwandfreie, zweifelhafte, uneinbringliche Direkte Abschreibung von uneinbringlichen Forderungen, Einzelwertberichtigung zweifel-hafter Forderungen  
Bewertung der Schulden Rückzahlungsbetrag, Höchstwertprinzip Währungsverbindlichkeiten, Darlehen Die Schüler lernen, mit welchen Werten Forderungen und Schulden in der Bilanz anzusetzen sind.
Kostenstellenrechnung: Kriterien für die Gliederung eines Betriebes in Kostenstellen, Verteilung der Kostenarten auf die Kostenstellen Betriebliche Kostenstellen: Haupt- und Hilfskostenstellen, Betriebsabrechnungsbogen, Kostenstellengemeinkosten, Kostenstelleneinzelkosten, Istzuschlagssätze, Berechnung der Selbstkosten, Vor- und Nachkalkulation mit Ist- und Normal-zuschlagssätzen, Kostenstellenüber- und –unterdeckung Umsatzergebnis, Betriebsergebnis Die Schüler lernen, welche Kosten bei der Preisermittlung eines Produktes heranzuziehen sind und wie man dann zu einem kostendeckenden Verkaufspreis kommt.
Vergleich zwischen Vollkosten- und Teilkos-tenrechnung Nachteile der Vollkostenrechnung bei kurzfristig zu treffenden marktorientierten Entscheidungen Die Schüler lernen, dass die Vollkostenrechnung auch zu Fehlentscheidungen führen kann und die Teilkostenrechnung eine sinnvolle Ergänzung ist, um sinnvolle unternehmerische Entscheidungen zu treffen.
Grundzüge der Deckungsbeitragsrechnung als Stückrechnung Deckungsbeitrag Gewinnschwellenmenge Auswirkungen von Preisänderungen auf die Gewinnschwellenmenge  
Bewertung eines Unternehmens anhand von Kennzahlen der Bilanz und G.U.V Grad der finanziellen Unabhängigkeit, Grad der Verschuldung, Anteil des langfristigen und kurzfris-tigen Fremdkapitals, Grad der Selbstfinanzierung Deckungsgrad I und II Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität (Leverage – Effekt) Cashflow und Cashflow-Umsatzrate Return on Investment Die Schüler lernen die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens anhand von Bilanz- und G.u.V.-Kennzahlen zu beurteilen.
Bestimmung der Preisuntergrenzen Langfristige, kurzfristige und liquiditätsorientierte Preisuntergrenze Die Schüler lernen, wie Unternehmen ihre Preisuntergrenzen und ihr optimales Produktionsprogramm bestimmen.
Bestimmung des optimalen Produktionsprogrammes Produktionsprogramm nach absoluten und relativen Deckungsbeiträgen  

Grundkurs Datenverarbeitung (auch bilingual)

Die Karl Kübel Schule ist zur Zeit mit 10 EDV-Räumen ausgestattet mit jeweils bis zu 24 PCs oder Notebooks. Jeder Schüler bekommt einen eigenen Account im Schulnetz.

Bilingualer Unterricht

In der bilingualen Fachrichtung ist zusätzlich die Unterrichtssprache Englisch und Deutsch. Übungseinheiten und Lerneinheiten werden meist in Englisch bereitgestellt. Alle Software und das Betriebssystem sind gleichzeitig in der deutschen und der englischen Version verfügbar. Zusatzübungen zum ECDL werden in deutscher und englischer Sprache angeboten.

Europäischer Computerführerschein - ECDL:

Die Karl Kübel Schule ist Prüfungszentrum für den Erwerb des europäischen Computerführerscheins (ECDL). Die Inhalte aus der Jahrgangstufe 11 und 12 bieten sich an um den ECDL an unserer Schule zu erwerben bzw. auf evtl. in der Sekundarstufe I erworbene Module aufzubauen. Weitere Infos zum ECDL

Aufgaben und Ziele des Faches Datenverarbeitung im Schwerpunkt Wirtschaft

Der umfassende Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken hat in Wirtschaft und Verwaltung wie auch in Technik und Wissenschaft zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Diese Veränderungen betreffen die Arbeitsabläufe und –techniken in der beruflichen Praxis und im Zusammenhang damit die Anforderungen an die Beschäftigten auf allen Ebenen von Unternehmen und Institutionen.
 Gleichzeitig steht über das Internet eine schwer übersehbare Fülle von Informationen unterschiedlichster Art praktisch weltweit gleichzeitig zur Verfügung. Wissen und Informationen können innerhalb kürzester Zeit global verbreitet werden. Die Fähigkeit, dieses verfügbare Wissen in allen Lebensbereichen gezielt und systematisch zu nutzen, gehört inzwischen zu den grundlegenden Kulturtechniken.
 Unter diesem Blickwinkel betrachtet stellt die sachgerechte und versierte Nutzung und Anwendung von Informations- und Kommunikationssystemen eine wichtige Voraussetzung für die Berufs- und Studierfähigkeit dar. Das Fach Datenverarbeitung im Beruflichen Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft, greift dazu die vorhandenen Grundkenntnisse aus der Sekundarstufe I auf, vertieft und erweitert sie.

Jahrgangsstufe 11

Thema 11.1: Anwendungsmöglichkeiten der Datenverarbeitung in Wirtschaft und Wissenschaft

In der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11.1) erlangen die Schülerinnen und Schüler notwendige Grundfertigkeiten, um im Beruflichen Gymnasium und anschließend in Ausbildung und Studium Hausarbeiten, Referate und Protokolle situations- und normgerecht anfertigen und präsentieren zu können. Sie lernen, die entsprechende Software zielgerichtet und rationell einzusetzen.
Im Mittelpunkt steht die Erarbeitung der Funktionen einer Textverarbeitungs- und einer Präsentationssoftware. Die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm erstreckt sich bis zur Gestaltung und Strukturierung von umfangreichen Dokumenten. Der Umgang mit einer Präsentationssoftware beinhaltet die Einbindung von Objekten wie z.B. Tabellen und Diagrammen. Dabei erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Anknüpfungspunkte zu dem nachfolgenden Kurs Tabellenkalkulation.

Thema 11.2:Tabellenkalkulation

Die Tabellenkalkulation wird in nahezu allen Bereichen der beruflichen Praxis als unverzichtbares Instrument zur Darstellung, Aufbereitung und Analyse jeweils anfallender Daten eingesetzt. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die übersichtliche Aufbereitung vorliegender Daten in Tabellen und Arbeitsblättern sowie die Analyse dieser Daten unter verschiedenen Fragestellungen. Dazu sind geeignete Berechnungen durchzuführen. Eine Visualisierung soll durch aussagekräftige Diagramme erfolgen.
Über den Einsatz von Funktionen erwerben die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes Verständnis für die rationelle Bearbeitung von Daten. Sie sollen die dabei erforderlichen Ar-beitsschritte sicher und selbstständig erledigen können (Datenbereich und Parameter festlegen sowie Ergebnisse darstellen und interpretieren). Ziel des Unterrichts ist in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, für eine gegebene Fragestellung eine geeignete Funktion selbstständig auszuwählen und richtig einzusetzen (d.h. ggf. auch ohne vorherige Bearbeitung im Unterricht). Anhand komplexer und benutzerdefinierter Funktionen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig Grundlagen und Anknüpfungspunkte zu den weiterführenden Kursen in der 12.2 und 13.1.

Jahrgangsstufe 12

Thema 12.1: Datenbanken

Datenbanksysteme gehören heute zu den wichtigsten Anwendungsgebieten von Computern in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Technik und Freizeit. Im Hinblick auf die zunehmende weltweite Vernetzung und den damit verbundenen Zugriff auf eine fast unendliche Flut von Daten rücken die Organisation dieser Daten und die Operationen mit ihnen immer mehr in den Mittelpunkt. Grundlagen solcher Systeme sind Datenbanken, in denen Texte, Bilder und andere multimediale Elemente sowie weitere Informationen unterschiedlichster Art in digitaler Form gespeichert werden. Relevante Fragestellungen im Zusammenhang mit Datenbanksystemen betreffen die Strukturierung, Darstellung und Codierung der Daten, die Informationspeicherung allgemein, die Probleme der Wiedergewinnung, der Selektion und der Filterung von Informationen sowie natürlich auch Aspekte der Sicherheit der Daten vor fehlerhaftem Zugriff. Im Kurs „Datenbanken“ gilt es deswegen, die Grundlagen von Datenbanksystemen zu vermitteln und ein relationales Datenbankmodell zu behandeln.

Thema 12.2: Lösung von wirtschaftlichen Aufgaben mit Datenbankprogramm und Tabellenkalkulation

Dieser Kurs greift die Inhalte des Kurses „Tabellenkalkulation“ aus dem zweiten Halbjahr der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) und die Inhalte des Kurses „Datenbanken“ aus dem ersten Halbjahr der Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12) auf. Hier soll nun eine vertiefte Auseinandersetzung mit den erworbenen Kenntnissen erfolgen. Es sollen vorrangig parallel zu den Fächern Wirtschaftslehre und Rechnungswesen betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen computergestützt bearbeitet und gelöst werden.

Jahrgangsstufe 13

Thema 13.1: Grundlagen der strukturierten Programmierung

Die Schülerinnen und Schüler haben in der Einführungs- und der Qualifikationsphase (in den Jahrgangsstufen 11 und 12) unterschiedliche Anwendersysteme kennen gelernt und damit konkrete Aufgabenstellungen und Probleme bearbeitet und gelöst. Typisch für den Umgang mit Anwendersystemen ist die interaktive Arbeit des Nutzers mit dem System. D. h., das System führt unmittelbar die Aktionen aus, die der Anwender z. B. per Tastatur oder Maus auslöst. Für den kompetenten Umgang mit Datenverarbeitungssystemen ist aber auch Hintergrundwissen über die Arbeitsprinzipien und grundsätzlichen Möglichkeiten der automatischen Informationsverarbeitung erforderlich. Das Grundverständnis für diese Inhalte wird im Kurs „Grundlagen der strukturierten Programmierung“ erarbeitet.

Thema 13.2: Objektorientierte Modellierung und Programmierung

Ziel des objektorientierten Ansatzes ist es Programmmodule zu gestalten, die Realitätsaspekte einheitlich darstellen, zu überschaubaren Programmen führen und wiederverwendbar sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen einen Anwendungsfall zu analysieren sowie durch Abstraktion und Reduktion Objekte und Klassen mit ihren relevanten Eigenschaften und Methoden zu bilden. Strukturelle Beziehungen, Datenrepräsentation und zeitliche Abläufe werden mittels der Unified Modeling Language (UML) modellhaft dargestellt.

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