22.09.2026
Vom 09. bis 15. August 2026 verbrachten 22 Schülerinnen und Schüler des BG und der FOS eine erlebnisreiche Woche auf Helgoland. Im Mittelpunkt der Fahrt stand ein meeresbiologisches Praktikum am renommierten Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, bei dem sich die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung mit aktuellen Themen der Meeresforschung beschäftigten. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen, sondern setzten sich auch praktisch mit der Belastung durch Mikroplastik und mit der Artenvielfalt im Meer auseinander.
Ein Schwerpunkt des Praktikums war die Untersuchung von Sandproben auf Mikroplastik. In Kleingruppen entnahmen die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Orten am Strand Proben, bereiteten diese auf und analysierten sie mithilfe moderner Untersuchungsmethoden. Erfreulicherweise wurde in den Proben kaum Mikroplastik gefunden. Dies ist unter anderem auf die besonderen Strömungsverhältnisse rund um Helgoland zurückzuführen. Die Ergebnisse dürfen jedoch nicht über die globale Situation hinwegtäuschen: Über Flüsse gelangen große Mengen Plastik in die Meere, das sich im Laufe der Zeit zersetzt und zu Mikroplastik wird.
Auch die Artenvielfalt der Nordsee wurde genauer untersucht. Zunächst bestimmten die Schülerinnen und Schüler im Hafenbecken wichtige abiotische Faktoren wie z.B. Temperatur, Salinität und Sichttiefe des Wassers. Anschließend erforschten sie die sowohl im Freiwasser als auch an Bewuchsplatten lebenden Arten. Mit Binokularen und Bestimmungsliteratur konnten zahlreiche Arten identifiziert werden. Dabei fanden die Gruppen sowohl einheimische als auch invasive Arten, darunter Schwämme sowie Hohl- und Nesseltiere. Besonders beeindruckend war es, unter dem Binokular die Seepocken und die knotige Asselspinne zu beobachten.
Neben der wissenschaftlichen Arbeit kam das besondere Inselerlebnis nicht zu kurz. In der Freizeit erkundete die Gruppe Helgoland und besuchte die Badedüne. Die Begegnungen mit den dort lebenden Kegelrobben waren für viele ein besonderes Highlight der Reise. Auch die Beobachtung der Sonnenfinsternis an der Steilküste blieb in eindrucksvoller Erinnerung. Bei einer Bunkerführung erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem Einblicke in die bewegte Geschichte der Insel.
Nach einer Woche voller Forschung, Naturerlebnisse, Geschichte und gemeinsamer Aktivitäten kehrte die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken zurück. Zum Abschluss des Praktikums wurden allen Teilnehmenden Zertifikate überreicht, die ihre erfolgreiche Mitarbeit am meeresbiologischen Praktikum auf Helgoland würdigten.
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