Spannende Einblicke in die Berufwelt bei der Jobbörse
Rund 1300 Schülerinnen und Schüler haben am Donnerstag an der Karl Kübel Schule in Bensheim die ersten Weichen für ihre berufliche Zukunft gestellt – oder zumindest die Gelegenheit dazu genutzt. Denn für einen Tag ruhte der Unterricht: Das gesamte Schulzentrum stand im Zeichen der Jobbörse, einer der größten Berufsorientierungsmessen in Südhessen. Mehr als 40 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen waren gekommen, um den Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 des beruflichen Gymnasiums, der Fachoberschule und der Berufsfachschule Orientierung und Einblicke in die Praxis zu geben.
„An diesem Tag steht die Schule still – aber gelernt wird trotzdem viel“, brachte es Christian Lannert, Koordinator für berufliche Orientierung und Hauptorganisator der Veranstaltung, auf den Punkt. Alle zwei Jahre verwandelt er gemeinsam mit seinem Team die Karl Kübel Schule in ein lebendiges Forum für Ausbildung und Studium.
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In diesem Jahr war das Angebot so vielfältig wie noch nie. Große Arbeitgeber aus der Region wie die Sparkasse Bensheim, das Finanzamt Bensheim, die Kreishandwerkerschaft Bergstraße oder die GGEW standen ebenso auf der Ausstellerliste wie internationale Unternehmen mit regionalen Standorten: Merck, Roche Diagnostics, TE Connectivity, Unilever, BASF oder Dachser.
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Der Ablauf der Jobbörse folgt einem erprobten Konzept: Jedes Unternehmen erhält einen eigenen Klassenraum, in dem es sich und seine Berufsfelder vorstellen kann. Die Schülerinnen und Schüler wählen sich im Vorfeld für drei verschiedene Informationsrunden ein – je 55 Minuten pro Station.
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„Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen hier freiwillig teilnehmen und ihren Interessen folgen“, erklärt Lannert. Nur so entstehe echtes Interesse – und manchmal sogar schon der erste Schritt in den Beruf.
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Viele Unternehmen betonten den Wert solcher Veranstaltungen. „Der persönliche Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern ist heute wichtiger denn je“, erklärte ein Vertreter der Bundeswehr. „Hier können wir gezielt junge Menschen ansprechen, die sich wirklich für unsere Bereiche interessieren.“
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Besonders positiv fiel auf, wie engagiert sich die Jugendlichen zeigten. Viele kamen mit klaren Vorstellungen, manche suchten den ersten Überblick. Eine Schülerin der Fachoberschule berichtete am Ende zufrieden: „Ich habe heute direkt drei Gespräche geführt und wahrscheinlich schon ein Praktikum in Aussicht – das war richtig hilfreich.“
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Für einen Tag war der Unterricht ausgesetzt – doch gelernt wurde mehr als an manch gewöhnlichem Schultag: über Berufe, über Chancen und über die eigenen Interessen.
Gekürzter BA-Artikel vom 08.11.2025, vollständig abrufbar unter Link.