05.03.2026
Im Rahmen ihrer fortschreitenden Internationalisierung hat die Karl Kübel Schule in diesem Jahr erstmals eine Schulpartnerschaft mit der Taizhou Foreign Language School ins Leben gerufen. Ziel der neuen Kooperation ist es, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, internationale Perspektiven zu eröffnen und jungen Menschen frühzeitig globale Zusammenhänge näherzubringen.
Am Freitag, den 20. Februar, landeten 20 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte aus China in Deutschland und wurden in Bensheim herzlich empfangen. Nach einem ersten Kennenlernen an der Schule startete das Wochenende direkt mit intensiven Begegnungen in den Gastfamilien. Während die Jugendlichen gemeinsam den Alltag erlebten, nutzten die chinesischen Lehrkräfte die Gelegenheit zu ersten kulturellen Eindrücken in Frankfurt sowie im Rheingau mit Besuchen im Kloster Eberbach und im Schloss Vollrads.
Ab Montag begann das offizielle Schulprogramm. Die Gäste nahmen am Unterricht teil und tauschten sich mit ihren deutschen Partnern über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Bildungssysteme aus. Nach einem gemeinsamen Pizza-Mittagessen sorgte Schwarzlicht-Minigolf für ausgelassene Stimmung und viele lachende Gesichter – Sprachbarrieren spielten hier ausnahmsweise keine Rolle mehr, obwohl über alle Tage hinweg ein Dolmetscher zur Verfügung gestanden hat.
Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Ausflug nach Heidelberg. Bei typisch deutschem Februarwetter erkundete die Gruppe historische Sehenswürdigkeiten wie die Alte Brücke und das Heidelberger Schloss. Für viele der Gäste war es der erste Kontakt mit deutscher Geschichte außerhalb des Klassenzimmers.
Am Mittwoch wurden die Schülerinnen und Schüler von Landrat Christian Engelhardt offiziell im Kreis Bergstraße willkommen geheißen. In seiner Ansprache unterstrich er die Bedeutung internationaler Begegnungen für gegenseitiges Verständnis und langfristige Partnerschaften. Gerade in einer global vernetzten Welt seien Offenheit, Dialogbereitschaft und interkulturelle Kompetenz entscheidende Zukunftsfaktoren.
Sportlich wurde es am Nachmittag beim Tischtennis-Turnier. Mit großem Ehrgeiz und viel Humor kämpften deutsche und chinesische Teilnehmende um den Sieg. Besonders spannend: Der stellvertretende Schulleiter der chinesischen Delegation schaffte es bis in die Finalrunde, musste sich dort jedoch knapp einem deutschen Schüler geschlagen geben – sehr zur Freude des Publikums.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Tag in Frankfurt sowie ein stimmungsvoller Abschiedsabend an der Schule. Bei gutem Essen, angeregten Gesprächen und viel Lachen wurde deutlich, wie schnell aus zunächst fremden Begegnungen echte Verbindungen entstehen können. Ein chinesisches Sprichwort bringt es treffend auf den Punkt: „Freunde, die von weit her kommen – ist das nicht eine große Freude?“ Genau diese Freude prägte die gesamte Woche.
Für die Karl Kübel Schule ist die neue Partnerschaft ein weiterer wichtiger Baustein ihrer internationalen Ausrichtung. Neben Programmen wie Erasmus+, Austauschprojekten mit Spanien, Dublin und Südafrika erweitert die Kooperation mit Taizhou nun das Netzwerk um einen bedeutenden asiatischen Partner.
Bereits im Herbst steht der Gegenbesuch an: Die deutschen Schülerinnen und Schüler werden für zwei Wochen nach China reisen. Dort werden sie nicht nur den chinesischen Schulalltag kennenlernen, sondern auch Kultur, Sprache und Lebensweise intensiv erleben.
Sowohl die deutschen als auch die chinesischen Teilnehmenden betonten am Ende der Woche, wie bereichernd der Austausch gewesen sei. Neue Perspektiven, gegenseitiger Respekt und viele persönliche Begegnungen hätten das Verständnis füreinander nachhaltig gestärkt.
Mit dem erfolgreichen Auftakt dieser ersten Begegnung hoffen beide Schulen auf eine langfristige und lebendige Zusammenarbeit – denn internationale Freundschaften beginnen oft mit einer einzigen gemeinsamen Woche.
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